Traurige Gedichte

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Wenn man richtig schlecht drauf ist, gibt es ja angeblich am Anfang nichts besseres, als sich so richtig im Selbstmitleid zu suhlen und seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Man kann traurige Musik hören, Schokolade und Eiscreme essen, traurige Sprüche und Gedichte lesen.
Klick dich doch mal durch diese Kategorie und gib dich deinen Gefühlen ruhig mal hin.
Solltest du noch mehr trauriges lesen wollen, schau doch in unserer Kategorie „traurige Sprüche“ vorbei.

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#33731 - Diesen Spruch kommentieren

Traurige Gedichte - Die Besten & Lustigsten

Müde (Otto Julius Bierbaum)

Ich schließ die Türe hinter mir,
Will ohne Gäste sein;
Ich hab mich selbst verlassen,
Drum bin ich so allein.

Ich mache alle Läden zu,
Was soll mir Tag und Licht.
Das Feuer ist verglommen,
Die Sonne brauch ich nicht.

Ich fühle gar kein Leben mehr;
Die Liebe ist vorbei.
Ich kann nicht einmal weinen,
Aus mir ringt sich kein Schrei.

Ich habe keinen Gott und Freund
Und bin so sinnenleer,
Dass, wenn das Glück jetzt käme,
Ich fühlte es nicht mehr.

Ich schließ die Türe hinter mir,
Bin nur für den zu Haus,
Von dem es heißt, er fächelt
Das letzte Flämmchen aus.

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#34210 - Diesen Spruch kommentieren

Wenn Engel einsam sind
Wenn Engel einsam sind
in ihren Kreisen,
dann gehen sie von Zeit
zu Zeit auf Reisen.

Sie suchen auf der ganzen Welt
nach ihresgleichen,
nach Engeln, die in Menschgestalt
durchs Leben streichen.

Sie nehmen diese mit
zu sich nach Haus –
für uns sieht dies Verschwinden
dann wie Sterben aus.

(Renate Eggert-Schwarten)

#34211 - Diesen Spruch kommentieren

Auf den Tod eines Kindes
Du kamst, Du gingst mit leiser Spur,
ein flücht'ger Gast im Erdenland;
woher? Wohin? Wir wissen nur:
Aus Gottes Hand in Gottes Hand.

(Ludwig Uhland)

#34214 - Diesen Spruch kommentieren

Beim Aufgang der Sonne
und bei ihrem Untergang
erinnern wir uns an sie;
Beim Wehen des Windes
und in der Kälte des Winters
erinnern wir uns an sie;
Beim Öffnen der Knospen
und in der Wärme des Sommers
erinnern wir uns an sie;
Beim Rauschen der Blätter
und in der Schönheit des Herbstes
erinnern wir uns an sie;
Zu Beginn des Jahres und wenn es zu Ende geht, erinnern wir uns an sie;
Wenn wir müde sind
und Kraft brauchen,
erinnern wir uns an sie;
Wenn wir verloren sind
und krank in unserem Herzen
erinnern wir uns an sie;
Wenn wir Freude erleben,
die wir so gern teilen würden
erinnern wir uns an sie;
So lange wir leben,
werden sie auch leben,
denn sie sind nun ein Teil von uns,
wenn wir uns an sie erinnern.

(Jüdisches Gebetbuch)

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#33730 - Diesen Spruch kommentieren

Das tote Kind (Conrad Ferdinand Meyer)

Es hat den Garten sich zum Freund gemacht,
Dann welkten es und er im Herbste sacht,
Die Sonne ging, und es und er entschlief,
Gehüllt in eine Decke weiß und tief.

Jetzt ist der Garten unversehns erwacht,
Die Kleine schlummert fest in ihrer Nacht.
„Wo steckst du?”, summt es dort und summt es hier.
Der ganze Garten frägt nach ihr, nach ihr.

Die blaue Winde klettert schlank empor
Und blickt ins Haus: „Komm hinterm Schrank hervor!
Wo birgst du dich? Du tust dir’s selbst zuleid!
Was hast du für ein neues Sommerkleid?”

#33729 - Diesen Spruch kommentieren

Hälfte des Lebens (Friedrich Hölderlin)

Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.

Weh mir, wo nehm’ ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.

#33728 - Diesen Spruch kommentieren

Der Panther (Rainer Maria Rilke)

Im Jardin des Plantes, Paris

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.

#34215 - Diesen Spruch kommentieren

Schlussstück
Der Tod ist groß,
Wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.

(Rainer Maria Rilke)

#34213 - Diesen Spruch kommentieren

Zur Stelle sein, wenn der Kaiserpinguin nachts im Freibad heimlich einen Köpper vom 10er macht und bis zur Rente von den Bildrechten leben.

#34212 - Diesen Spruch kommentieren

Es sandte mir das Schicksal tiefen Schlaf.
Ich bin nicht tot, ich tauschte nur die Räume.
Ich leb in euch, ich geh in eure Träume,
da uns, die wir vereint, Verwandlung traf.

Ihr glaubt mich tot, doch dass die Welt ich tröste,
leb ich mit tausend Seelen dort,
an diesem wunderbaren Ort,
im Herzen der Lieben. Nein, ich ging nicht fort,
Unsterblichkeit vom Tode mich erlöste.

(Michelangelo Buonarroti)